Deutschland und Bayern im Sauseschritt in die Gas-Mangel-Lage: die Regierung schweigt

Quelle: Von Magnussen, Friedrich (1914-1987) - Stadtarchiv Kiel, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69411630

BERLIN/BREITBRUNN – Absichtliche Sabotage der Versorgungssicherheit? Die Bundesregierung und die Staatsregierung schweigen beharrlich zu den sich zunehmend leerenden GAs-Speichern in Deutschland und Bayern.

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In dem – bereits im Sommer vorhersagbaren kalten Winter – setzt die Bundesregierung und die Landesregierung auf die Strategie: „Pfeifen im Walde“. Die Speicher leeren sich täglich weiter und die Regierungen schweigen.

Hinzu kommt noch eine weitere Unglaublichkeit: Was sich derzeit im oberbayerischen Gas-Speicher Breitbrunn abspielt, ist nichts weniger als ein energiepolitisches Desaster mit Ansage.

Der drittgrößte Gasspeicher Deutschlands – und zugleich der größte in Bayern – soll stillgelegt werden, wenn es nach den Betreibern geht, denn sie verdienen daran nicht genug. Mit einem lächerlich geringen Füllstand von gerade einmal 19 Prozent unterschreitet die Anlage die gesetzlich vorgeschriebenen 40 Prozent um mehr als die Hälfte. Von den möglichen 11,5 Terawattstunden Erdgas sind in Breitbrunn nur noch magere 2,2 Terawattstunden vorhanden. Und das mitten in einem harten Winter, in dem die Temperaturen außergewöhnlich tief sind und der Energiebedarf deswegen steigt.

Der Betreiber Uniper – es ist das Energieunternehmen, das der deutsche Steuerzahler mit Milliarden vor dem Untergang retten musste – hat zum 31. März 2027 nun die Stilllegung dieses Porenspeichers beantragt. Als Begründung wird lakonisch vorgetragen: Der Speicher lasse sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Die Margen seien minimal oder sogar negativ. Ein weiterer Winter soll die Anlage noch durchhalten, dann ist Schluss.

Eine bewußte und gewollte Fehlentscheidung im Sommer 2025: Die Gas-Speicher werden nicht voll aufgefüllt

Bereits am 14.7.2025 warnten die Gasnetzbetreiber bereits vor Engpässen im Winter:

Die von Marktteilnehmern bislang gebuchten Kapazitäten führen nach Angaben von INES zu einer Auslastung der Lagerstätten zum 1. November 2025 von nur 70 Prozent. Ob die Buchungen noch ansteigen, ist ungewiss.

Der Verband warnt deshalb vor einem Versorgungsrisiko. „Die aktuelle Befüllung der Gasspeicher durch den Markt lässt nicht erwarten, dass die Gasnachfrage auch in einem sehr kalten Winter vollständig gedeckt werden kann“, sagte INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann der taz. Bei einem sehr kalten Winter wären die Gasspeicher Ende Januar 2026 leer, die Versorgung würde an LNG-Lieferungen hängen. Privathaushalte und Unternehmen, die lebenswichtige Produkte herstellen, sind besonders geschützt und würden weiter beliefert. Aber die Energiepreise würden drastisch steigen. „Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Bundesregierung Gas-Versorgungssicherheit im kommenden Winter vollständig gewährleisten wird“, sagte Heinermann.

Das Ministerium hatte jedoch kein Interesse daran, die Speicher zu füllen:

Das von Katherina Reiche (CDU) geführte Bundeswirtschaftsministerium könnte über das Unternehmen Trading Hub Europe (THE) Gas einspeichern lassen – finanziert würde das aus Mitteln der Gasspeicherumlage. Es sieht allerdings keine Veranlassung, tätig zu werden. Die Gasspeicher seien wegen des kalten Winters und der ungewöhnlichen Preisstruktur auf dem Gasmarkt etwas weniger gefüllt als in früheren Jahren, sagte eine Sprecherin.

Das Fatale: es gab bereits im Sommer 2025 starke meteorologische Indizien dafür, dass der Winter hart und kalt werden wird:

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Eine bewußte und gewollte Fehlentscheidung im Winter 2025/2026: Die Gas-Speicher werden nicht voll aufgefüllt

Bereits vor 2 Monaten war die Gefahr erkennbar, dass diesen Winter das Gas ausgehen könnte. Doch weder von der Staatsregierung, noch von der Bundesregierung kamen Initiativen Gas zu sparen:

Seit Mitte Januar 2026 war dann klar, dass es keinen Weg mehr geben wird, der Gas-Mangel-Lage zu entkommen. Und es ist klar, dass diese ca. 3 Monate andauern dürfte.

Zugleich ist jetzt schon klar, dass sich der kalte Winter mit Unterbrechungen noch bis in den April hinziehen dürfte:

Die Folgen dürften klar sein, doch die Regierung schweigt sie einfach weg:

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