BRÜSSEL – EU-Innenausschuss stimmt Vorschlag der dänischen Sozialdemokraten, in den auch Änderungsvorschläge der AfD eingeflossen sind, für Abschiebezentren nach Afrika und Zentralasien zu.
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Seit Antritt der Merz-Regierung (2025) und insbesondere seit der Rede des US-Vizepräsidenten auf der Sicherheitskonferenz in München bröckelt die so bezeichnete „Brandmauer“, also die von der Union ausgehende politische Apartheitspolitik bundesweit zunehmend; Der Nachteil dieser Politik ist, dass sich die Union hierdurch zwangsläufig an die SPD als Partner gekettet hat und diese die Situation gnadenlos ausnützt, um linke Politik mit CDU-Stimmen durchzusetzen:
beschrieb der CSU-Mann und Chef der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Weber die Situation und kündigte damit quasi an, auch mit der AfD zusammenzuarbeiten, wenn es der Sache dient. Letzteres löste bereits damals Panik im linken LAger aus, da hierdurch die Gestaltungsmacht der Linken in Frage gestellt wurde.
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Die Apartheitspolitik der Altparteien stößt an ihre Grenzen
Die politische Apartheid, also die systematische Ausgrenzung eines Teils der Bevölkerung aus ideologischen Gründen startete praktisch 2016 in Landtagen und wurde im Frühjahr 2018 durch die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag mit dem Wortlaut
beschlossen.
Rein rechtlich sind aber Fraktionen eigene und von der Partei getrennte Gebilde in Parlamenten, sodass dieser Beschluss rein formal keinerlei Gültigkeit für eine der Parteien CDU oder CSU hat.
Am 8, Dezember 2018 formal durch einen Unverienbarkeitsbeschluss auf einem Parteitag der CDU besiegelt und von anderen Parteien übernommen. Sie gilt als Symbol der Abgrenzung, ist aber porös (z. B. 120 Kooperationen 2019–2023 per Studien).de.wikipedia.org
Auch interessant: Die CSU hat keinen dedizierten Parteitags-„Unvereinbarkeitsbeschluss“ mit prägnantem Wortlaut wie die CDU („lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit ab“). Mindestens haben wir keinen finden können! Stattdessen hat sich die CSU hündisch dem Beschluss der Unionsfraktion von 2018 unterworfen und sieht diesen als verbindlich an und ergänzt dies durch anti-AfD/Linke-Beschlüsse in Wahlkämpfen.
Zum Vergleich: Die Kommunisten sind im Juni 2018 auf Abgrenzungskurs gegangen und dann haben auf dem Parteitag 2020 eine Beschlusslage hergestellt:
Apartheid
Apartheid steht im „Afrikaans“ für „Getrenntheit“. Hierbei handelte es sich um staatlich organisiertes System der extremen Trennung und Unterdrückung berechtigter politischer Anliegen eines Teils der Bevölkerung in Südafrika in den Jahren 1948–1994. Eine politische Minderheit sicherte sich durch diskriminierende Gesetze und Verhaltensweisen politische und wirtschaftliche Vorherrschaft gegenüber Teilen der Bevölkerung, was zu tiefer sozialer Ungleichheit, räumlicher Segregation und erwartbarem Widerstand führte.
In Südafrika wurde die Apartheid 1994 durch Nelson Mandela beendet.
Politische Apartheid, beschönigend auch als „Brandmauer“ bezeichnet
Am 14. Februar 2025 rief der neue US-Präsident Vance auf der Münchener Sicherheitskonferenz mit den Worten:
die Anwesenden dazu auf die so bezeichnete „Brandmauer“ einzureißen.
Beispiele des Bruchs dieser neuen Apartheids-Politik
Studien nennen Hunderte lokale Vorfälle 2019–2023, aber wenige parlamentarische:
2023
- 14. September 2023: Thüringer Landtag – Senkung der Grunderwerbssteuer
CDU- und FDP-Abgeordnete stimmten mit AfD für einen Gesetzentwurf, der die rot-rot-grüne Minderheitsregierung (Linke, SPD, Grüne) überstimmte. Ergebnis: Gesetz verabschiedet (Mehrheit nur durch AfD-Stimmen). Erster prominenter Landtagsbruch; CDU-Führung distanzierte sich, nannte es „Zufall“.dw.com deutschlandfunk.de tagesspiegel.de
2024
- Ende Oktober 2024: Fürth Stadtrat (Bayern, kommunal) – Kürzung Zuschuss Sozialticket ÖPNV
SPD-Fraktion stimmte mit AfD für Reduzierung von 24,50 € auf 18 €. Antrag angenommen. Selten im Westen; SPD entschuldigte sich später.politik.watson.de
2025
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29. Januar 2025: Deutscher Bundestag – Verschärfung der Migrationspolitik (Grenzschließungen, Abschiebehaft, Aussetzung Asylrecht)
Erste bundesweite Mehrheit mit AfD: CDU/CSU und FDP nutzten AfD-Stimmen gegen Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP intern geteilt). Ergebnis: Antrag angenommen. Als „Dammbruch“ gefeiert/kritisiert; Merz (CDU) rechtfertigte als „pragmatisch“.rosalux.de politik.watson.de -
Oktober 2025: Kreistag Vorpommern-Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern, kommunal/regional) – Ortsumgehung Wolgast/Brücke Usedom
CDU unterstützte AfD-Antrag. Antrag gebilligt.politik.watson.de -
13. November 2025: Europaparlament – Aufweichung des Lieferkettengesetzes
EVP (CDU/CSU/CSU-Äquivalent) organisierte Mehrheit mit AfD und Rechten. Antrag angenommen.politik.watson.de
2026
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21. Januar 2026: Europaparlament – Ablehnung rechtlicher Prüfung Mercosur-Abkommens
Grüne-Antrag scheiterte durch AfD- und Rechte-Stimmen (Grüne als Antragsteller, aber Mehrheit via AfD). Antrag abgelehnt.politik.watson.de -
5. Februar 2026: Thüringer Landtag – Förderung Sportstätten (Bundesratsinitiative)
Linke-Antrag: AfD-Abgeordnete stimmten zu, Koalition (CDU/BSW/SPD) fehlte. Antrag angenommen.politik.watson.de
Der Eklat: Die Union praktiziert echte Demokratie statt Apartheits-Politik
Bereits im November näherten sich die EVP und die AfD aneinander an: Als im November die EVP mit Stimmen anderer Rechtsaußenparteien, etwa den in Italien regierenden Rechtsaußen von Melonis Fratelli d’Italia das Lieferkettengesetz entschärfte, stimmte auch die AfD mit.
Nach der Einigung mit der EVP heißt es laut dpa in der WhatsApp-Gruppe:
Mitarbeiter der EVP reagieren mit dem Emoji für Klatschen.
Peinlich für die CSU
EVP-Chef Weber dementierte die Existenz der Chatprotokolle am Samstag gegenüber BILD nicht, betonte aber:
Stattdessen attackiert Weber die SPD: Würde diese sich in Brüssel bei der Migration an die Linie der eigenen Bundesregierung halten, müssten keine anderen Mehrheiten gesucht werden. Weber zu BILD:
René Aust, Chef der AfD im EU-Parlament, triumphierte am Samstag gegenüber BILD:
„Die AfD regiert in Europa bei der künftigen Migrationspolitik mit“,
so Aust zu BILD .
CSU-Generalsekretär Martin Huber versuchte gegenüber der BILD den Geist wieder in die Flasche zu bekommen:
SPD in Deutschland für Abschiebe-Zentren, in der EU dagegen
Im EU-Innenausschuss wurde am Montag, den 9.3. auf Vorschlag der dänischen Sozialdemokraten eine härtere Migrationspolitik beschlossen, die auch Asylzentren in Drittstaaten ermöglichen soll. Von den Konservativen bis nach Rechts stimmten alle dafür.
Eine Partei, die in Berlin dafür ist, und in der Regierung sitzt, stimmte nicht mit: die Sozialdemokraten.


