WASHINGTON – Neu veröffentlichte Dokumente werfen ein weiteres Schlaglicht auf die Experimente der USA zur Manipulation des Wetters und ggf. sogar auf so bezeichnete „Chemtrails“.
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Während einer Bürgerversammlung, die von dem Fernsehmoderator Phil McGraw, sagte der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., dass eine der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen des Verteidigungsministeriums möglicherweise Amerikaner mit schädlichen Chemikalien besprühe.
Eine Zuschauerin, die sich als Emily vorstellte, veranlasste Kennedy zu diesen Äußerungen.
sagte sie .
„Brom, Aluminium, Strontium – es wird den ganzen Tag über in unsere Atmosphäre versprüht.“
Als McGraw Emily fragte, ob sie eine konkrete Frage habe, sagte sie:
Kennedy antwortete:
sagte er und bezog sich dabei auf die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des Verteidigungsministeriums.
Was damit genau gemeint ist, bliebt unklar. Offiziellen Angaben zufolge sei es gemäß der US-Umweltschutzbehörde EPA so, dass Flugzeugtreibstoff „vor der Verwendung auf strenge Grenzwerte für Verunreinigungen analysiert“ werde, die Behörde in einem Informationsblatt aus dem Jahr 2000,
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Verschwörungstheorie oder Verschwörungspraxis?
Kennedys Aussage knüpft an jahrelange Chemtrail-Narrative an, denen zufolge die US-Regierung giftige Chemikalien aus Flugzeugen versprüht, was wiederum selbsternannte „Faktenchecker“ auf den Plan ruft, die alles daran setzen, diese Informationen zu zersetzen. Selbsternannte „Faktenchecker“ wie z.B. „PolitiFact“ haben auch sonst große Energien aufgewandt, um darzustellen, dass deratige Chemtrails nicht existieren.
Versuche zur Wetterbeeinflussung durch Chemikalien?
Wenn dem wo wäre, würden alle Bürger betroffener Staaten seit Jahrzehnten Luft einatmen, die mit ungeklärten Metallen versetzt ist. Nun belegen zwei lange verborgene Regierungsakten aus dem Jahr 1965, dass das US-Militär den Himmel vor Jahrzehnten in ein Schlachtfeld verwandelte – ohne Zustimmung, ohne Aufsicht und mit giftigen Folgen, die noch immer in Lungen, Böden und Familien zu spüren sind.
Diese Dokumente, die nach ihrer Freigabe stillschweigend archiviert wurden, beschreiben detailliert Pläne, Chemikalien aus Flugzeugen abzuwerfen, um Stürme und Monsune zu beeinflussen, direkt unterstützt vom damaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson. Ihr Wiederauftauchen erschüttert das Narrativ, dass Wetterbeeinflussung jemals nur der „Dürrehilfe“ diente.
Dokument 1: Wettermanipulation mit Hilfe von Aersosolen
Das erste ist ein 18-seitiger, mit der CIA in Verbindung stehender Bericht aus dem Jahr 1965, der offen massive Mittelaufstockungen für Wetterbeeinflussungsprojekte forderte und diese als Instrumente zur Umgestaltung des Klimas und lokaler Sturmsysteme darstellte. Er propagierte den Einsatz von Raketen und Flugzeugen, um Substanzen in die Atmosphäre abzugeben und Niederschlagsmuster gezielt zu verändern. Es wurden damals keine konkreten Chemikalien genannt, doch die Absicht war glasklar: rasche Ausweitung für strategische Zwecke.

Bild: CIA
Dokument 2: Lob durch den US-Präsidenten
Bei dem zweiten Dokument handelt es sich um ein Schreiben des damaligen US-Präsidenten Johnson, in dem dieser die geheime Operation lobte. Die zur Verfügung gestellten Mittel sollten sich daher bis 1967 vervierfachen. In jenem Jahr starteten die die USA ihre Operationen dazu in Vietnam in vollem Umfang starteten. Johnsons Befürwortung erfolgte drei Jahre nach dessen Rede von 1962 an der Southwest Texas State University, in der er das Dictum prägte:

Bild: CIA
Diese Akten lagen jahrelang in öffentlichen Archiven, bis sie durch die jüngste Freigabe Aufmerksamkeit erlangten. Sie beweisen, dass die Regierung die Atmosphäre schon lange vor jeglicher öffentlicher Debatte als einen Bereich betrachtete, der als Waffe genutzt werden konnte.
Vietnam: das Gift wirkte und richtete Schaden an
Bis 1967 hatte sich dieses Programm zum Projekt Popeye weiterentwickelt. In Folge dessen flogen US-Flugzeuge über 2.600 Einsätze und warfen Silberjodid- und Bleijodid-Leuchtraketen ab, um so den Monsun entlang des Ho-Chi-Minh-Pfades zu verlängern. Die Niederschlagsmenge stieg daraufhin um 30–45 %. Straßen verwandelten sich in Schlammbahnen, Erdrutsche blockierten Versorgungswege, und die Bewegungen des Feindes brachen zusammen.
Der Nachteil: Bleiiodid ist toxisch und birgt Risiken für neurologische Schäden, Nierenversagen und Entwicklungsstörungen bei Kindern.
Die Beeinflussung des Wetters blieb seither weiter im Visier der Militärs, wie eine Ausarbeitung der US-Militärstrategen vom 1. August 1996 zeigt. Es ist mittlerweile hier frei zugänglich, hier der lokale Download.
Dem Dokument ist auf Blatt 7 entnehmbar:
Im weiteren Text wird ziemlich klar dargelegt worum es geht:


