VILSSINGEN – Infizierte verloren? Die Behörden suchen inzwischen fieberhaft nach 40 Passagieren, die von einem mit dem Hantavirus infizierten Kreuzfahrtschiff von Bord gehen durften.
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Unfassbar: Oceanwide Expeditions, das Unternehmen, das das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff MV Hondius betreibt, gab am Donnerstag bekannt, dass am 24. April 29 Passagiere von Bord gingen, fast zwei Wochen nach dem ersten Todesfall an Bord. Und das obwohl die Inkubationszeit dieses Virus ca. 8 Wochen betragen kann. Niederländische Beamte sprachen hingegen von einer Zahl von fast 40.
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Merkwürdige Dinge geschehen
Fast 40 Passagiere, die einem tödlichen Hantavirus-Ausbruch ausgesetzt waren, sollen ein Kreuzfahrtschiff ohne Kontaktverfolgung verlassen haben und sich in mehrere Länder verstreut haben.
Der ehemalige CDC-Direktor Dr. Robert Redfield erklärt in der Sendung „The Story“ den vermuteten Hantavirus-Ausbruch an Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius nach dessen Abfahrt aus Argentinien.
40 potentielle Virenträger verschwunden
Fast 40 Passagiere, die einem tödlichen Hantavirus-Ausbruch ausgesetzt waren , sollen ein Kreuzfahrtschiff ohne Kontaktverfolgung verlassen haben und sich in mehrere Länder verstreut haben, was die Behörden vor die Herausforderung stellte, sie zu finden.
Einmal an Bord
Am 24.4. gingen 40 Passagiere von Bord und verteilten das Virus in die Welt
Und dennoch: die Passagiere wurden von Bord gelassen.
26. April: Die Niederländerin starb in Johannesburg in einem Krankenhaus
Die Folge ist nun, dass in den Ziel-Ländern der Passagiere neue weitere Infizierte identifiziert wurden:
Weitere Infektionen in der Welt
Die Gesundheitsbehörden haben bereits bestätigt, dass mindestens ein Passagier, der das Schiff verlassen hat – ein Mann, der in die Schweiz zurückgekehrt ist –, positiv auf den Anden- Stamm des Hantavirus getestet wurde, eine seltene Variante, die sich durch engen Kontakt zwischen Menschen verbreiten kann.
Am 2. Mai starb auf dem Schiff eine Deutsche.
Der 41 Jahre alte Niederländer und der 56 Jahre alte Brite befinden sich in Krankenhäusern in den Niederlanden. Bei einem der beiden Patienten, die seit ihrer Evakuierung vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“ in niederländischen Krankenhäusern behandelt werden, wurde das Hantavirus nachgewiesen. Das berichtet „Dutch News“. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen auf fünf.
Evakuierung am 6. Mai
Nach dem Tod des Niederländers wurden erst am 6. Mail echte Evakuierungen durchgeführt. Gesundheitspersonal in Schutzausrüstung evakuierte dann am 6. Mai 2026 Patienten vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius in einen Krankenwagen im Hafen von Praia, Kap Verde.
Es waren zwei erkrankte Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden sowie eine 65-jährige Deutsche, die da von Bord geholt wurden. Sie hatte offenbar Kontakt zu einer am 2. Mai auf dem Schiff gestorbenen Deutschen. Diese drei Personen kamen mit zwei Evakuierungsflügen nach Amsterdam.
Weitere Tote?
Der Ausbruch hat bereits mindestens drei Todesfälle zur Folge gehabt, während mehrere andere Passagiere erkrankten, als sich das Virus unter ihnen ausbreitete.
Laut Angaben des Unternehmens wurde ein Brite von der Insel Ascension nach Südafrika ausgeflogen, während drei weitere Personen, darunter der Schiffsarzt, zur Behandlung nach Europa ausgeflogen wurden, als das Schiff in der Nähe von Kap Verde abtrieb.
- Eine Deutsche wird an einer Klinik in Düsseldorf behandelt. Sie gehörte zu denen, die direkt von Bord geholt und evakuiert worden waren.
- Ein 41 Jahre alte Niederländer und ein 56 Jahre alte Brite befinden sich in Krankenhäusern in den Niederlanden. Bei einem der beiden Patienten, die seit ihrer Evakuierung vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“ in niederländischen Krankenhäusern behandelt werden, wurde das Hantavirus nachgewiesen. Das berichtet „Dutch News“. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen auf fünf.
- Eine Stewardess liegt mit Symptomen in einem Amsterdamer Krankenhaus. Sie stand in direktem Kontakt mit der infizierten Frau, die von Bord gegangen war und wenig später an dem Virus starb.
- Ein Schweizer, der in St. Helena das Schiff verlassen hatte, befindet sich in einer Klinik in Zürich. Bei ihm wurde iene Infektion diagnostiziert und sein Zustand sei gemäß Auskunft des Krankenhauses stabil.
- In Dänemark hat sich ein Passagier von der „Hondius“ in Selbstisolation begeben, teilte die dänische Behörde für Patientensicherheit am Donnerstag mit.
- In Großbritannien befinden sich zwei Passagiere in Selbstisolation. Die beidem gehören zu denjenigen, die das Schiff in St. Helena verlassen hatten. Angeblich hatten sie keine Symptome. „Das Risiko sei sehr gering md die Suche nach den anderen Passgieren dauere an“, berichtet der Nachrichtensender CNN. Mit anderen Worten: diese Leute laufen in der Welt frei herum.
- Ein Infizierter liegt in Südafrika im Krankenhaus. Dem Patienten auf der Intensivstation geht es nach Angaben der WHO besser
- USA: Die Gesundheitsbehörden der Vereinigten Staaten gaben bekannt, dass sie drei Personen beobachten. Sie waren ebenfalls von Bord gegangen und nach Hause zurückgekehrt. Behörden in Georgia gaben bekannt, dass zwei Einwohner unter Beobachtung stehen und keine Symptome zeigen. Auch die Gesundheitsbehörden von Arizona teilten mit, dass eine Person symptomfrei sei. „MedPageToday“ berichtete, dass weitere amerikanische Passagiere nach Texas und Virginia zurückgekehrt seien.
- In Singapur wurden zwei Passagiere, beides Männer in den 60ern, von der „Hondius“ in Quarantäne genommen und auf das Virus getestet. Die Gesundheitsbehörden des Stadtstaats teilten mit, einer der Betroffenen habe eine „laufende Nase“, der andere sei symptomfrei.
Verschwundene Passagiere
Da sich die Passagiere über Kontinente verteilten und nur wenige Aufzeichnungen über ihre Bewegungen vorliegen, arbeiten die Behörden in Südafrika und in ganz Europa nun daran, die Reiserouten zu rekonstruieren und alle Personen zu identifizieren, die möglicherweise dem Virus ausgesetzt waren.


